Unternehmensnachfolge

Erbrechtliche Instrumente

Ein Einzelunternehmen geht im Wege der Universalsukzession, das heißt im Weg der Gesamtrechtsnachfolge, auf den oder die Erben über. Auch Anteile von Kapitalgesellschaften gehen direkt mit dem Todesfall des Inhabers auf den oder die Erben im Weg der Gesamtrechtsnachfolge über.

Bei Personengesellschaften (z. B. BGB-Gesellschaft, offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft) sieht das Gesetz beim Tod eines Gesellschafters die Auflösung der Personengesellschaft vor. Die Gesellschafter haben aber die Möglichkeit, eine hiervon abweichende Vereinbarung zu treffen. Davon machen die Gesellschafter in den Gesellschaftsverträgen auch regelmäßig Gebrauch. Von den Regelungen im Gesellschaftsvertrag hängt also ab, welche Nachfolgeregelung für Sie möglich, sinnvoll und kostengünstig ist.

Bei der Nachfolgeregelung sind die vorweggenommene Erbfolge, das Testament und der Erbvertrag die möglichen erbrechtlichen Instrumente.

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sind nur Verwandte und Ehegatten oder gleichgeschlechtliche Lebenspartner eines Menschen erbberechtigt. Wer seine Firma an eine andere Person oder Personengruppe übergeben möchte, braucht andere Gestaltungsmöglichkeiten. Dabei muss aber die erbrechtliche Situation der gesamten Familie stets mit bedacht werden bei der Beratung und Gestaltung der Unternehmensnachfolge.