Familienrecht

Unterhalt der nichtehelichen Mutter

Eine nichteheliche Mutter erhält in den letzten 6 Wochen vor der Geburt ihres Kindes und in den folgenden drei Jahren Unterhalt vom Vater des Kindes. Der Unterhaltsbedarf richtet sich nach dem, was die Mutter vor der Geburt verdient hat. Hatte sie ein hohes Einkommen, hat sie einen hohen Unterhaltsanspruch und umgekehrt. Entscheidend ist auch hier, inwieweit der Vater des Kindes leistungsfähig ist. Der Unterhalt wird ohne weitere Begründung bis zum 3. Lebensjahr des Kindes gewährt, darüber hinaus nur, wenn und soweit die Mutter sich nicht selbst unterhalten kann. Ist das Kind beispielsweise behindert, kann sie möglicherweise wegen der Behinderung nicht voll arbeiten und erhält so auch länger Unterhalt. Es sind auch andere Fälle denkbar: So hat eine Mutter von zwei 7 und 10 Jahre alten Kindern noch Unterhalt zugesprochen bekommen, weil sie wegen der noch immer teilweise erforderlichen Betreuung der Kinder nicht voll arbeiten konnte. Es ist abzustellen auf die Betreuungsmöglichkeiten der Kinder einerseits und auf das Einkommen und die Arbeitsfähigkeit der Mutter andererseits. Entscheidend ist immer die Situation im Einzelfall.